Er ist natürlich auch Design-Element und wird je nach Gestaltung durch den Silberschmied unterschiedlich aussehen: Die
Palette reicht von starken Facetten, die das Licht in alle Richtungen werfen bis zu einem ganz feinen Hammerschlag, der
die Form des Schrift-Objekts für sich sprechen lässt. In allen Fällen zeigt er das unverwechselbare „Feuer“ unzähliger
Reflexionen des Lichts.
Die Werkzeuge des Silberschmieds sind Hämmer mit einer kreisrunden, leicht gewölbten Bahn auf der einen Seite und
einer abgerundeten, quergestellten Finne auf der gegenüberliegenden Seite. Diese meißelartige Seite des eisernen
Hammers ist in unserem Falle glänzend poliert, damit auch das Werkstück auf der bearbeiteten Fläche seinen natürlichen
metallischen Glanz erhält. Grob- u. Kleinschmiede „schiggen“ damit das Eisen dünner (Abfinnen), während die Klempner
mit ihm Ecken und Wülste ins Blech treiben. Der Kunsthandwerker nutzt den Finnhammer ebenso für seine Treibarbeiten in
Edelmetall und schafft als Zier-Hammerschlag diese unverwechselbare lebendige Oberfläche.
Finn-Hammerschlag
Der Hammerschlag verrät dem kundigen Betrachter die
Entstehungsgeschichte der handgearbeiteten Schrift.